Die Fotografien von Landschaft mit Tier im Zoo sind weder ein dokumentarisches Bild des Ortes noch eine Annäherung an den natürlichen Lebensraum des dort lebenden ungezähmten Tieres.
Ein Zoobesuch offenbart Orte, die von Natur erzählen – mal exotisch, mal wild ... mit Tier – erfüllt scheint die Suche nach dem Wilden, Ungezähmten. … und gelegentlich lässt sich beobachten, wie sich Artfremde gegenseitig beäugen ...
Zoologische Gärten sind Teil des urbanen Raums. Ausschnitthaft lässt sich das Leben des ungezähmten Tieres in nah aneinanderliegenden Räumen betrachten.
Das Betrachten von Zootieren löst Emotionen aus: versetzt in wilde Natur, versetzt in das lebende Tier, die Schönheit und Andersartigkeit des Tieres bewundernd; und vielleicht tritt das Tier mit einer/einem in Beziehung. Reagiert das Tier, ist es entzückend, – man begibt sich – ohne etwas dafür zu tun – hinein ins Ursprüngliche, ist nicht mehr so ganz Erschaffender, Gestaltender (nur Mensch sozusagen) – ist passiver Beobachter und dem Sehnsuchtsort Natur ein bisschen näher gekommen.
Die eigentümliche Freude von Städtern über Nachwuchs im Zoo ist oftmals groß und scheint eine noch verbliebene Verbindung zur uns ansonsten fernen Natur herzustellen.
Juli, 2026