Lebensgroß bieten Dioramen in Naturkundemuseen – bestehend aus Relikt und Malerei – einen Blick auf unberührte Natur. Die Betrachtung unberührter Natur erfüllt unsere Sehnsucht nach dem Erleben des Moments im Hier und Jetzt und wir tauschen Weltanschauung gegen Instinkt – wir geben uns für einen Moment dem Leben hin, welches wir sonst zu entschlüsseln versuchen, um ihm nicht ganz und gar ausgeliefert zu sein.
Naturphänomene Verstehen und natürliche Ressourcen Erschließen sichert unser Überleben und trennt uns zugleich von unserem Ursprung. Wir blenden Natur in ihrer Gänze – solange sie fern ist – aus und beobachten tierische Instinkte und Naturphänomene lieber aus sicherer Entfernung.
Paradiese im Jahr 2000.
August 2026
Im Jahr 2000 war Natur beinahe noch selbstverständlich. Heute, 2026 erleben wir, wie sich Zerstörung von Natur auswirkt – Naturphänomene wie Dürre- und Hitzeperioden rücken uns auf den Leib. Natur verschwindet auf dem Land und in den Städten. Was bleibt ist die Erinnerung daran, wie es einmal war – und ja, die drängende Frage: Wie wollen wir leben?